Griet Hellinckx

Der Begriff Sozialkunst, soziale Kunst oder Kunst im Sozialen geht auf Rudolf Steiner zurück. Er wurde aber vor allem durch den Erweiterten Kunstbegriff von Joseph Beuys weiter ausgeformt und außerhalb von anthroposophischen Kreisen bekannt. Beuys' Theorie der Sozialen Plastik besagt, dass jeder Mensch durch kreatives Handeln zum Wohl der Gemeinschaft beitragen kann. Die These "Jeder Mensch ist ein Künstler" hat er zum ersten Mal 1967 im Rahmen seiner politischen Aktivitäten geäußert. 

 

Der Begriff Ko-Schöpfung (Co-Creation) hat in den vergangenen Jahren in vielen Bereichen an Bedeutung gewonnen. Oft wird damit auf partizipative Prozesse hingewiesen. Man könnte hier von einer horizontalen Ausrichtung sprechen, aber es gibt auch eine vertikale, bei der es um die Verbindung zwischen Spiritualität und sozialer Gestaltung handelt.

 

Idealiter kommen beide Richtungen zusammen. Dies ist im Ansatz der Fall bei der Theorie U bzw. dem Presencing sowie der Erforschung von sogenannten Wir-Räumen. Dies hat in den vergangenen Jahren an Bedeutung und Sichtbarkeit gewonnen. Es kommt zum Ausdruck in Veranstaltungen wie der We Space Summit, an dem ich auch beteiligt war: https://www.thewespacesummit.com/

 

 



 

 

 

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